Tipps und Hinweise zum richtigen Fahren mit Ihrem Wohnwagen

Egal, ob Sie schon seit Jahren Ihren Wohnwagen heil und sicher zu Ihrem Stellplatz bringen oder das erstmal mit Familie und Caravan in den Urlaub starten: man hat nie ausgelernt, wenn es um praktische Fahrerfahrungen geht. Unterschiedliche Situationen erfordern unterschiedliches Können und damit Sie ein wenig vorbereitet sind, wenn die nächste Campingsaison startet, haben wir einige Tipps zusammengestellt, die Sie bei der Fahrt zum Campingplatz oder in den Urlaub unterstützen.

Wohnwagen Fahrtipps

Fragen Sie sich vor Fahrtantritt, wie sie am besten in Gefahrensituationen reagieren oder wie Sie handeln, wenn plötzlich Hindernisse auftauchen. Wie beladen Sie das Wohnmobil richtig und wie gehen Sie mit unübersichtlichen Engstellen oder dem toten Winkel des Caravans um? All diese Gedanken sind absolut berechtigt, denn ein Wohnwagen fährt sich nicht nur anders als ein Pkw, er verhält sich auch anders, beispielsweise bei einer Vollbremsung. Die grundlegenden Fragen werden oft durch die allgemein Fahrschule beantwortet, Spezialisierungen entsteht jedoch meist erst durch die Erfahrung, die aus der Praxis entsteht.
So kann es zum Beispiel nicht schaden, sich mit anderen Wohnwagenfahrern über Tipps & Tricks, Erfahrungen und Problemstellungen auszutauschen, sodass Sie in einem lockeren Gespräch ganz neue Blickwinkel erkennen können. Weiterhin können Sie gezielt nach Lösungen suchen, wenn Sie sich selbst fragen, wie Sie in einer bestimmten Situation reagieren würden, und etwaige Lösungsansätze mit anderen Caravan-Führern oder professionellen Fahrtrainern diskutieren. Hier erhalten Sie auch praktische Hinweise zu Wetterverhältnissen, technischen Besonderheiten von extravaganten Wohnwagen-Modellen oder beispielsweise dem Handling des Wohnmobils auf Strecken mit starkem Gefälle.

Welche Themen sind wichtig für mich?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz individuell von Ihrer Erfahrung, Ihrem Wohnwagen, der Zuladung, Reiseroute und Zielort abhängig und kann daher leider nicht allgemeingültig beantwortet werden. Im Folgenden haben wir für Sie unsere Erfahrungen zusammengetragen , um einen kleinen Denkanstoß zu liefern und Ihnen nützliche Tipps mit auf den Weg geben zu können.

Achten Sie auf die Stützlast

Zunächst ist ein wichtiger Aspekt die Stützlast des Wohnwagens. Je höher diese ist, desto sicherer und stabiler ist das Handling im Straßenverkehr. Dieser Faktor wird auch durch das Zuladungsgewicht im Verhältnis zum zulässigen Gesamtgewicht, der Befestigung eines etwaigen Anhängers und natürlich der Höchstgeschwindigkeit beeinflusst. Hierbei ist zu beachten, dass die Geschwindigkeit für Wohnwagen und Wohnmobile sich nicht an Pkws, sondern an Lkws und Gespannen orientiert. Aus diesem Grund gilt auch für Führer eines Caravan(-gespanns) das Rechtsfahrgebot auf deutschen Autobahnen. Gerade Überholmanöver können aufgrund des verlangsamtem Anzugs des Wohnwagens zu einem riskanten Unterfangen werden und sollten wirklich nur in absolut sicheren Situationen eingeleitet werden. Ein schneller oder ruckartiger Spurwechsel, nasse Fahrbahnen oder nicht ausreichend gesicherte Ladung können schnell zum Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug führen.

Kontrollieren Sie Ihren Caravan vor der Abfahrt

Vor Fahrtantritt sind daher Sicherheitsvorrichtungen und die Verbindung zwischen Fahrzeug und Anhänger auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Weiterhin sollten Reifenprofil und -luftdruck gecheckt und gegebenenfalls an die aktuelle Wetterlage und die Zuladung des Wohnwagens angepasst werden. Achten Sie gerade bei vielen Gepäckstücken auf eine umfangreiche Sicherung, sodass Koffer oder Taschen nicht im Innenraum umherfliegen können. In diesem Rahmen sollten auch alle anderen beweglichen Gegenstände, wie beispielsweise Geschirr in Schränken, Lebensmittel, etc., so gut wie möglich verstaut und gesichert werden.

Bekommen Sie ein Gefühl für das Fahrverhalten des Wohnwagens

Sollten Sie wirklich noch nie mit einem Wohnwagen oder gar einem Gespann gefahren sein, bietet es sich an, die ersten Touren in bekanntem Terrain, also am besten in Ihrer Nachbarschaft, und nicht zur Rushhour, zu fahren. Bekommen Sie langsam ein Gefühl dafür, wie sich Ihr Caravan in einer Kurve bei 10 Km/h im Vergleich zu 30 Km/h verhält. Lernen Sie mit Hilfe eines Freundes, wie viel Abstand Ihr Camper benötigt, wie sein Wendekreis beim Rangieren ist und starten Sie die ersten Parkmanöver zwischen zwei Pylonen. Beladen Sie, zu reinen Testzwecken, Ihr Wohnmobil mit Dingen, die Sie im richtigen Urlaub auch mitnehmen würden und machen Sie sich mit Schränken und Fächern vertraut, die eine optimale Ladungssicherung zulassen. Sie werden schnell merken, dass Sie sich sicherer und kompetenter fühlen, sodass Sie schon bald die ersten Kurztripps am Wochenende starten können, bevor es dann das erste Mal richtig in den Urlaub geht.

Unser Praxis-Tipp:

Wie Sie am besten in bestimmten Situationen umgehen und wie Sie Ihr Fahrverhalten schulen können, lernen Sie in einem Fahrsicherheitstraining. Diese praxisnahen Kurse sind nicht nur auf junge Fahrer, sondern auch auf erfahrene Camper ausgelegt, sodass Sie neue Fähigkeiten lernen oder bestehende ausbauen können. Angeboten werden diese Kurse von Automobil- oder Campingclubs, gemeinnützigen Vereinen oder in seltenen Fällen auch durch Hersteller von Wohnwagen und Wohnmobilen. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem örtlichen Ableger des ADAC oder ACE nach lokalen Fahrsicherheitszentren und angebotenen Kursen und Preisen.
 Bedenken Sie: Man lernt nie aus!

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